Ich habe ihn so verstanden, dass Medikamente zweifach wirken:
- einmal durch den Wirkstoff
- dann noch durch einen psychischen Vorgang, bei dem die Überzeugung, dass das Medikament helfen wird, den Wirkstoff "verstärkt".
Es geht um den Widerspruch zwischen
(...)man betrügt sich bei einer Placeboimmunisierung in solchen Fällen um eine zusätzliche, körper/psycheeigene Selbstheilungskraft zur Schmerzlinderung.
Die bewußte Entscheidung zur Placeboeffektimmunisierung läge darin, sich ganz genaue Kenntnisse von der Wirkung des Medikaments aber auch dessen Grenzen anzueignen, und auch nur eine sehr begrenzte Erwartungshaltung (oder gar eine negative) bezüglich der Wirkung des Medikaments aufzubauen.
und
Sich über die Wirkungsweise eines Medikaments zu informieren ist sowohl sinnvoll als auch wichtig, da hast du völlig Recht. Das steht aber nicht im Widerspruch zu meiner Argumentation.
Und bitte nicht den Kontext vergessen: Es geht hier um "esoterische" Medikamente, also solche, die wissenschaftlich nachweisbar gar keine Wirkung haben, wie z.B. Homöopatika. Dieses Wissen ist keines, dass sich jemand nur im "protoprofessionellen" Eifer als Patient aneignen kann, sondern das in wissenschaftstheoretischen und weltanschaulichen Debatten eine Rolle spielt, z.B. hier in diesem Forum. Tarislar scheint mir das Problem aus einer rein medizinischen Perspektive zu betrachten, das reicht aber nicht.