Die Intoleranz und die Behauptung des Wahrheitsanspruches wird sich zwangsläufig gegen sie selbst richten.
Interessanter Gedanke
Das heißt also wohl: Die Christen dürfen sich nicht wundern, dass ihnen (zum Beispiel in Internetforen soviel Ablehnung entgegenschlägt?

Viele Christen, wie Moslems und Juden verstehen nicht, welche Zumutung ihr Gottesbild für andere Menschen darstellt, weil sie sich selbst als tolerant wahrnehmen. Wenn ich sage, daß es nur einen Gott gibt, und das ist meiner, dann hilft es nicht viel, wenn ich hinzufüge, jeder könne natürlich glauben was er wolle, denn fast 2000 Jahre haben Christen sehr entschieden auf dem Vorrang ihrer Wahrheit vor allen anderen bestanden. Sie haben jedem anderen Gott die Existenzberechtigung abgesprochen und ihren für den einzig glaubwürdigen erklärt. Das heißt konsequent, wenn diese Behauptung nicht aufrecht zu erhalten ist, ist die Alternative nicht die Rückkehr zur Vielgötterei sondern der letzte Schritt zur Gottlosigkeit.
In diesem Punkt nehmen also die Atheisten die Monotheisten einfach ernst, und sind damit, da hat GermanHeretic schon Recht, Teil dieser monotheistischen Tradition. Das gibt auch manchen Atheisten etwas ausschließliches und macht sie gelegentlich schwierig im Umgang.
In den östlichen Religionen, Hinduismus, Buddhismus, Shintoismus, versteht man das oft nicht. Vor kurzem hat mich jemand darauf hingewiesen, daß es im Hinduismus sogar eine atheistische Tradition gibt, im Buddhismus ja sowieso, ohne daß das als grundsätzlicher Widerspruch empfunden wird.