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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Feb 2010 01:58 
Juana hat geschrieben:
GermanHeretic hat geschrieben:
Gerade im germanischen Pantheon gibt es Gewaltenteilung, der Mächtigste (Thor) ist nicht der Höchste (Odin) und keiner davon ist der Richter (Forseti). Vielmehr ist der Höchste so eine Art Ratsvorsitzender, und dazu haben die Götter den Weisesten, nicht den Stärksten bestimmt. Kann man mal fünf Minuten drüber nachdenken.


Kann man sogar länger drüber nachdenken. Diese Götter kannten noch wirkliche Gewaltenteilung. Erst in der Vorstellung der Christen mit dem Absolutheitsanspruch eines einzigen Gottes konnte sich anscheinend die Idee von absoluten Herrschern durchsetzen.

Pharaonen!?




mfg


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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Feb 2010 02:16 
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matzdan hat geschrieben:
Juana hat geschrieben:
GermanHeretic hat geschrieben:
Gerade im germanischen Pantheon gibt es Gewaltenteilung, der Mächtigste (Thor) ist nicht der Höchste (Odin) und keiner davon ist der Richter (Forseti). Vielmehr ist der Höchste so eine Art Ratsvorsitzender, und dazu haben die Götter den Weisesten, nicht den Stärksten bestimmt. Kann man mal fünf Minuten drüber nachdenken.


Kann man sogar länger drüber nachdenken. Diese Götter kannten noch wirkliche Gewaltenteilung. Erst in der Vorstellung der Christen mit dem Absolutheitsanspruch eines einzigen Gottes konnte sich anscheinend die Idee von absoluten Herrschern durchsetzen.

Pharaonen!?
Amenophis IV. aka Echnaton. Er hat den Preis für seinen Eingottglauben gezahlt. Der ägyptische König (Pharao haben die Ägypter selbst ihn nie genannt) war der lebende Gott Ägyptens, aber nur einer aus einem großen Pantheon. Ägypten war keine Despotie, dazu hat sie nur die jüdische Bibel gemacht. Es war ein Land von Leuten, die das Leben liebten, jedes Grab mit seinen Bildern des Alltagslebens zeugt davon. Es war die erste Kultur, in der Männer und Frauen annähernd gleichberechtigt waren, die erste Kultur, aus der Liebesgedichte überliefert sind, die erste Kultur, die eine Vorstellung von Individualität hatte.

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"Die gewöhnlichste Lüge ist die, mit der man sich selbst belügt; das Belügen anderer ist relativ der Ausnahmefall."
Friedrich Nietzsche


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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Feb 2010 12:19 
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Interessanter Hinweis. Echnaton glaubte an einen einzigen Gott. Und er war davon überzeugt, dass nur er selbst mit diesem Gott kommunizieren konnte. Alle, die zu diesem Gott wollten, mussten über ihn in Kontakt treten. Das passt zu dem Verhalten heutiger Priester in der RKK, die davon ausgehen, dass die Gemeindemitglieder bestimmte Gnaden nur erhalten können, wenn ein geweihter Priester bestimmte Handlungen durchführt.

In gewisser Weise sind die germanischen Götter zugänglicher. Jeder kann ihnen opfern, da gibt es keine Menschen, die erst die Verbindung zu den Göttern herstellen können.

Die jüdische Religion hat sich nach der Zerstörung des Tempels von ihren Hohepriestern befreien können. Auch diese hatten den Anspruch, dass sie allein Zugang zu Gott hätten. Die Menschen mussten Opfer im Tempel abgeben, damit die Hohepriester ihre Anliegen an Gott weitergaben.

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"Ich will nicht, dass mich jemand wirklich kennt. Ich will, dass man meine Version glaubt." Denny Crane, Boston Legal


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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Feb 2010 14:22 
Marcellinus hat geschrieben:
matzdan hat geschrieben:
Juana hat geschrieben:
GermanHeretic hat geschrieben:
Gerade im germanischen Pantheon gibt es Gewaltenteilung, der Mächtigste (Thor) ist nicht der Höchste (Odin) und keiner davon ist der Richter (Forseti). Vielmehr ist der Höchste so eine Art Ratsvorsitzender, und dazu haben die Götter den Weisesten, nicht den Stärksten bestimmt. Kann man mal fünf Minuten drüber nachdenken.


Kann man sogar länger drüber nachdenken. Diese Götter kannten noch wirkliche Gewaltenteilung. Erst in der Vorstellung der Christen mit dem Absolutheitsanspruch eines einzigen Gottes konnte sich anscheinend die Idee von absoluten Herrschern durchsetzen.

Pharaonen!?
Amenophis IV. aka Echnaton. Er hat den Preis für seinen Eingottglauben gezahlt. Der ägyptische König (Pharao haben die Ägypter selbst ihn nie genannt) war der lebende Gott Ägyptens, aber nur einer aus einem großen Pantheon. Ägypten war keine Despotie, dazu hat sie nur die jüdische Bibel gemacht. Es war ein Land von Leuten, die das Leben liebten, jedes Grab mit seinen Bildern des Alltagslebens zeugt davon. Es war die erste Kultur, in der Männer und Frauen annähernd gleichberechtigt waren, die erste Kultur, aus der Liebesgedichte überliefert sind, die erste Kultur, die eine Vorstellung von Individualität hatte.

Eigentlich bezog sich mein Einwurf auf die "absoluten Herrscher", aber das rettet die Sache auch nicht mehr...

Mmh, :hae:

Nun gut, hast du mal einen Literaturvorschlag zur Hand?
Ich glaub, ich muss da etwas Geschichte revidieren (die Geschichte mit dem proklamierten Gott Aton kannte ich, überhaupt dachte ich, ich kenne mich da aus. Mir scheint es jetzt mehr eine Art Einbildung zu sein... :ochnoe: ).


mfg


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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Feb 2010 19:44 
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matzdan hat geschrieben:
Nun gut, hast du mal einen Literaturvorschlag zur Hand?
Ich glaub, ich muss da etwas Geschichte revidieren (die Geschichte mit dem proklamierten Gott Aton kannte ich, überhaupt dachte ich, ich kenne mich da aus. Mir scheint es jetzt mehr eine Art Einbildung zu sein..

Literaturvorschlag nicht direkt. Wiki ist immer ein guter Start. Sicher ist aber, daß unsere Vorstellung von einem absoluten Herrscher, legitimiert durch einen Gott, auf die Gottkönige Ägyptens nicht zutrifft. Das beginnt damit, daß die Ägypter sehr traditionsbewußt waren. Ägypten war entstanden aus der Vereinigung von Ober- und Unterägypten. Und so trug der König immer eine Doppelkrone, die dies symbolisierte. Der König wurde dargestellt als Horus, der Falkengott, Sohn des Re, des Sonnengottes, oder auch als Sohn von Isis und Osiris, wobei Vater, Mutter und Sohn die erste Dreifaltigkeit bildeten. Der ägyptische König ist dabei immer nur Vertreter der Götter, bekleidet ein göttliches Amt im Auftrag verschiedener Götter (Reichsgott Amun ist einer von ihnen), für die er bestimmte Riten ausführen muß und natürlich auch deren Priester respektieren.

All das hatte Echnaton nicht getan. Er hatte die Priesterschaften der verschiedenen Götter enttront, sie aus ihren Tempel verjagt, und ihnen ihre Pfründe abgenommen. Seine Verehrung von Aton, dem Sonnengott, als einzigem Gott, mit ihm, Echnaton, als einzigem Vermittler, blieb jedenfalls Episode. Hartnäckig hält sich allerdings die Vermutung, daß er damit die Idee des Monotheismus in den Welt gesetzt hat, die dann von den Juden Jahrhunderte später mit dem Jahwe-Kult endgültig etabliert wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Feb 2010 23:48 
Marcellinus hat geschrieben:
...

All das hatte Echnaton nicht getan. Er hatte die Priesterschaften der verschiedenen Götter enttront, sie aus ihren Tempel verjagt, und ihnen ihre Pfründe abgenommen. Seine Verehrung von Aton, dem Sonnengott, als einzigem Gott, mit ihm, Echnaton, als einzigem Vermittler, blieb jedenfalls Episode. Hartnäckig hält sich allerdings die Vermutung, daß er damit die Idee des Monotheismus in den Welt gesetzt hat, die dann von den Juden Jahrhunderte später mit dem Jahwe-Kult endgültig etabliert wird.

Und dies war ja auch eine durchaus plausible Theorie. Nur dass es heutzutage keinerlei Anzeichen, Dokumente oder ähnliches gibt, womit sich belegen ließe, dass AmenophisIV nicht nur eine Sonderstellung seines Gottes Aton, also einen Henotheismus im Sinne hatte, sondern einen (knallharten) Monotheismus. Andererseits wurde nach AmenophisIV gründlichst von anderen Herrschern geputzt, was auf ein zumindest brisantes oder problematisches Verhältnis zu ebenjenem hinweisen könnte. Auch hatte der Vater von A.IV, AmenophisIII schon eine besondere Vorliebe zu dem Sonnengott Aton.

Zitat:
Langsam und geschickt leitete Amenophis III. einen Kurswechsel in der Religion ein. Dies war insofern wichtig, als die Amun-Priester damals beinahe soviel Reichtum und Macht besaßen wie der König selbst. Außerdem hatten die Priester in den Jahren zuvor so viel Macht gewonnen, dass sie sogar Einfluss auf die Thronfolge nehmen konnten. Erst Thutmosis IV. bestimmte sich vor der Sphinx zum Pharao und fragte nicht die Priester Amuns.
Amenophis III. wollte nunmehr den Sonnenkult um Aton der Macht der Amunpriester entgegensetzen.


Seis drum, von Pharaonen hatte ich eigentlich genug gelesen.


Diese Aussage hatte mich jetzt aufgeschreckt
Zitat:
Es war die erste Kultur, in der Männer und Frauen annähernd gleichberechtigt waren, die erste Kultur, aus der Liebesgedichte überliefert sind, die erste Kultur, die eine Vorstellung von Individualität hatte.

Dies lag eher nicht im Fokus meines damaligen Interesses. Hier gibts eine Übersicht mit Rezensionen Literatur über Altägypten (auch Romane), wobei nix für mich dabei ist. Ich schau mal weiter.


mfg


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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Feb 2010 23:57 
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matzdan hat geschrieben:
Diese Aussage hatte mich jetzt aufgeschreckt
Zitat:
Es war die erste Kultur, in der Männer und Frauen annähernd gleichberechtigt waren, die erste Kultur, aus der Liebesgedichte überliefert sind, die erste Kultur, die eine Vorstellung von Individualität hatte.

Oh, erschrecken wollte ich dich nicht! :bgrin: Die Ägypter habe bei ihren Statuen und Wandbildern nie die Dinge abgebindet, wie sie sind, angeordnet nach ihrer Bedeutung. Und daher ist es auffällig, daß wir Abbildungen von Ehepaaren gefunden haben, bei denen Mann und Frau gleich groß dargestellt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 08 Feb 2010 21:08 
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Ich will mir ja nicht anmaßen, zum hier verhandelten Thema mehr zu wissen als die unbestrittenen Experten, allerdings fällt mir zu dieser Aussage:

GermanHeretic hat geschrieben:
Die Nornen stehen für Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, die zusammen das Schicksal ausmachen. Darin spiegelt sich Jugend, Erwachsensein, Alter, und wie Du schon sagtest Werden, Sein, Hinscheiden, das kann man auch in den Mondphasen sehen. Allerdings muß man sagen, daß bei den Nornen die Gegenwart das eigentliche Werden (Verdandi) ist, und die Vergangenheit der Ursprung (Urd) und man durch sein Handeln in Vergangenheit und Gegenwart die Zukunft (Skuld) schuldhaft beeinflußt. (Die Wortähnlichkeiten sind kein Zufall, und Schuld nicht im Sinne von Sünde sondern von Verantwortung zu sehen.)


wie auch zu dieser:

ullr hat geschrieben:
Ja, die Nornen sind fast deckungsgleich mit den Moiren.
Ullr


ein, dass ich mal gehört habe (ohne Gewähr), die Dreizahl der Nornen sowie auch ihre Parallelität mit den griechischen Moiren oder den römischen Parzen sei eine relativ späte Erscheinung in der germanischen Götterwelt und diese sei durch hellenistische Einflüsse, vermittelt durch Kulturaustausch mit Rom, zustande gekommen. Ursprünglich war es wohl so (immer noch nach meinen Informationen und immer unter Irrtumsvorbehalt), dass unter Nornen Entitäten verstanden wurden, die den Menschen von Geburt an begleiten als eine Art persönlicher Schicksalsgottheit. Und das würde ja bedeuten, in dieser Vorstellungswelt hätte es nicht nur drei davon gegeben, sondern so viele, wie es eben grade Menschen gab.

Wissen unsere Experten da mehr darüber als ich?


Mit freundlichen Grüßen
Jabberwock

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 08 Feb 2010 21:55 
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Jabberwock hat geschrieben:
ein, dass ich mal gehört habe (ohne Gewähr), die Dreizahl der Nornen sowie auch ihre Parallelität mit den griechischen Moiren oder den römischen Parzen sei eine relativ späte Erscheinung in der germanischen Götterwelt und diese sei durch hellenistische Einflüsse, vermittelt durch Kulturaustausch mit Rom, zustande gekommen.

Auf jeden Fall. Die Übereinstimmungen sind so groß, das hat sich nicht unabhängig voneinander entwickelt.

Zitat:
Ursprünglich war es wohl so (immer noch nach meinen Informationen und immer unter Irrtumsvorbehalt), dass unter Nornen Entitäten verstanden wurden, die den Menschen von Geburt an begleiten als eine Art persönlicher Schicksalsgottheit. Und das würde ja bedeuten, in dieser Vorstellungswelt hätte es nicht nur drei davon gegeben, sondern so viele, wie es eben grade Menschen gab.

Hm, Du meinst wahrscheinlich die Disen. Das sind weibliche Schutz- und Schicksalsgöttinen, zu denen manchmal auch die Walküren und eben auch die Nornen gerechnet werden. Möglich, daß sich die moirenhaften Nornen aus den Disen entwickelt haben. Die Disen werden allerdings auch als weise Frauen, so eine Art Hexen gedeutet. Auf althochdeutsch idisi, siehe den 1. Merseburger Zauberspruch: Eiris sazun idisi...

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 09 Feb 2010 20:03 
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GermanHeretic hat geschrieben:
Hm, Du meinst wahrscheinlich die Disen.......


Ja, das dürfte wohl zutreffen.

GermanHeretic hat geschrieben:
... Auf althochdeutsch idisi, siehe den 1. Merseburger Zauberspruch: Eiris sazun idisi...


Daher sind mir diese Wesenheiten auch wohl ein Begriff.
Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit (liegt schon lange zurück), als wir die Merseburger Zaubersprüche behandelten und ich bei meinen Mitschülern großes Befremden auslöste, weil mir eben diese gefielen. Ein Unikum eben.

Ach, und bevor ich es vergesse, herzlichen Dank für die Informationen.

mfg
Jabberwock

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Jul 2010 16:13 
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Nach meinen Verständnis von Heidentum
handelt es sich hierbei um Kulturen, die nebenbei auch ein ziemlich gruseliges Verständnis von Mystik hatten.
Opferungen von noch lebenden Tieren und auch Menschen waren nichts Ungewöhnliches. So schlachteten die sogenannten Wikinger
bei Bestattungsritualen auch gleich die halbe Sippe eines adeligen Verstorbenen, damit dieser im Jenseits auch eine Familie haben konnte.

Menschenblut und Kinder waren übrigens das kostbarste Opfergeschenk
an die Götter und man hat gerne und bei vielen Gelegenheiten davon Gebrauch gemacht, wenn wiedermal ein Böser Geist für ein ungnädiges Schicksal ausgemacht wurde.

Heute wird halt wie bei allem in der Vergangenheit, immer nur das vermeintlich Romantische und Edle glorifiziert, doch das diese Leute meist nur ein sehr kurzes und im "wahrsten" Sinne des Worte beschissenes Leben hatten gerne übersehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Jul 2010 16:59 
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Geobacter hat geschrieben:
Nach meinen Verständnis von Heidentum
handelt es sich hierbei um Kulturen, die nebenbei auch ein ziemlich gruseliges Verständnis von Mystik hatten.
Opferungen von noch lebenden Tieren und auch Menschen waren nichts Ungewöhnliches. So schlachteten die sogenannten Wikinger
bei Bestattungsritualen auch gleich die halbe Sippe eines adeligen Verstorbenen, damit dieser im Jenseits auch eine Familie haben konnte.

Menschenblut und Kinder waren übrigens das kostbarste Opfergeschenk
an die Götter und man hat gerne und bei vielen Gelegenheiten davon Gebrauch gemacht, wenn wiedermal ein Böser Geist für ein ungnädiges Schicksal ausgemacht wurde.

:facepalm:
Wo hast Du denn den Quatsch her? Aus einem Jack-T.-Chick-Comic?

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Jul 2010 17:07 
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GermanHeretic hat geschrieben:
Geobacter hat geschrieben:
Nach meinen Verständnis von Heidentum...

:facepalm:
Wo hast Du denn den Quatsch her? Aus einem Jack-T.-Chick-Comic?

Hört sich nach der Übernahme christlicher Gruselstorys an.

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Jul 2010 17:27 
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GermanHeretic hat geschrieben:
:facepalm:
Wo hast Du denn den Quatsch her? Aus einem Jack-T.-Chick-Comic?

Na woher denn schon? Er schreibts ja selber:
Geobacter hat geschrieben:
Nach meinem Verständnis von Heidentum...

Gibt mal Jemand seine Meinung von sich, wird er gleich fertig gemacht :ochnoe:
Also ich fands spannend, wenn auch ein bisserl gruselig, aber ich bin auf dem Gebiet beileibe kein Experte. :och..:

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 Betreff des Beitrags: Re: Germanische Götterwelt
BeitragVerfasst: 06 Jul 2010 17:28 
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GermanHeretic hat geschrieben:
Geobacter hat geschrieben:
Nach meinen Verständnis von Heidentum
handelt es sich hierbei um Kulturen, die nebenbei auch ein ziemlich gruseliges Verständnis von Mystik hatten.
Opferungen von noch lebenden Tieren und auch Menschen waren nichts Ungewöhnliches. So schlachteten die sogenannten Wikinger
bei Bestattungsritualen auch gleich die halbe Sippe eines adeligen Verstorbenen, damit dieser im Jenseits auch eine Familie haben konnte.

Menschenblut und Kinder waren übrigens das kostbarste Opfergeschenk
an die Götter und man hat gerne und bei vielen Gelegenheiten davon Gebrauch gemacht, wenn wiedermal ein Böser Geist für ein ungnädiges Schicksal ausgemacht wurde.

:facepalm:
Wo hast Du denn den Quatsch her? Aus einem Jack-T.-Chick-Comic?


In bin in meinem 2 Brotberuf Archäologe und wäre normalerweise jetzt auf "Schatzsuche" im Mittelmeer, hätte ich mir nicht das ungnädige Schicksal
einer Wirbelverstauchung zugezogen.

Zitat:
Normannen, Kelten und Germanen

Seit der Jungsteinzeit sind Menschenopfer bei den Menschen in Nordeuropa gang und gebe. Die Wikinger schnitten einem Menschen vor Beginn einer Reise das Herz aus der Brust um es dem Donnergott Thor zu opfern. Aus dem noch zuckenden Organ sollen „Weise“ den Ausgang der Reise vorhergesagt haben. Auch sollen Menschen in Brunnen, Schluchten oder Felsspalten gestoßen worden sein um mit den Göttern in Kontakt zu treten. Man berichtet von Lob-, Weihe,- Dank-, Bitt-, und Gelübdeopfern.


Quelle:http://www.timeforhistory.de/dunklen_kapitel/folter.htm


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