Das weltanschauliche Diskussionsforum für Gläubige, Ungläubige und philosophisch Interessierte

Aktuelle Zeit: 09 Sep 2010 08:55

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 15 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 17:34 
Offline
Moderator
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 17 Sep 2008 19:43
Beiträge: 2444
Anscheinend versucht man wieder einmal mit unorthodoxen Mitteln, Kirche zu erhalten:

http://religion.orf.at/projekt03/news/0 ... ive_fr.htm

Das Thema habe ich aus mykath herüber geholt, weil ich finde, dass es die Gläubigen in diesem Forum möglicherweise stärker betrifft. Wenn ich nicht allzu viel falsch interpretiere, gibt es bei uns mehr Gläubige, die sich nicht sehr fest an eine bestimmte Kirche gebunden fühlen.

Meckys Antwort fand ich bemerkenswert:

http://www.mykath.de/index.php?s=&showt ... &p=1334575

Zitat:
"Aus dem, was der Artikel zeigt, ergibt sich weder ein theologischer Entwurf größerer Reichweite, noch eine Spiritualität. Von Gott ist gar nicht die Rede. Und ich befürchte: Wäre von ihm die Rede, dann lediglich als Verbrähmung. Und das wäre noch schlimmer, als wenn man sich über ihn ausschweigt. Ich will nicht mal behaupten, dass hinter den Forderungen kein theologisches oder spirituelles Konzept stünde. Aber es ist nur implizit vorhanden, weder durchfühlt noch durchdacht. Völlig unklar. Eine Bagattelle, die man nicht erwähnt. Es ist wie die Samenkörner, die auf die Steine fallen: Großes Juchu zu Beginn. Und dann merkt man, dass einem die Wurzeln fehlen."

Was denkt Ihr? Ist es wirklich die fehlende Spiritualität, die den Kirchen die Leute davonlaufen lässt? Sind es die sog. Äußerlichkeiten, wie Pflichtzölibat, keine Kommunion für geschiedene Wiederverheiratete, usw.?

Im Lauf der Kirchengeschichte hat sich immer wieder einmal gezeigt, dass Leute, die als Abweichler oder gar Häretiker bezeichnet wurden, später ganz entscheidend den Mainstream der Kirche mitgeprägt haben. Kann es sein, dass dies auch heute noch möglich ist? Wie müsste Kirche sein, dass sie glaubwürdig wird, dass man sich gern zu ihr bekennt. Dass Ausüben der Religion keine Übung ausschließlich im stillen Kämmerlein oder bei besonderen Gelegenheiten bleibt, sondern etwas, das man gern mit seinen Nächsten unternimmt? Brauchen wir ein neues spirituelles Konzept? Oder ist es das nervige Bodenpersonal Gottes, das uns mit seinen unnötigen Vorschriften das Leben erschwert, wo es absolut nicht sein müsste.

Welches Gottesbild gibt Kirche heute überhaupt vor? Gerade von Atheisten hört man doch immer wieder, dass dieses Bild ungenau wäre, und vor allem, dass es einigen wenigen nützt, um Macht auszuüben.

_________________
"Ich will nicht, dass mich jemand wirklich kennt. Ich will, dass man meine Version glaubt." Denny Crane, Boston Legal


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 18:20 
Zitat:
Was denkt Ihr? Ist es wirklich die fehlende Spiritualität, die den Kirchen die Leute davonlaufen lässt? Sind es die sog. Äußerlichkeiten, wie Pflichtzölibat, keine Kommunion für geschiedene Wiederverheiratete, usw.?

Pflichtzölibat etc. kann nicht der Grund sein, sonst würden den Protestanten die Mitglieder nicht genauso schnell davon laufen.

Der Hase liegt woanders im Pfeffer: Die Menschen, jedenfalls die meisten Menschen in unserer Gesellschaft, haben kein Interesse mehr an organisierter Religion. Selbst engagierte Atheisten wie ich sind fast schon ein Fossil. Den meisten Menschen ist es einfach egal.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 18:36 
Online
Perlenschmuggler
Perlenschmuggler

Registriert: 27 Aug 2009 07:39
Beiträge: 1750
Wohnort: France
Zitat:
Ist es wirklich die fehlende Spiritualität, die den Kirchen die Leute davonlaufen lässt?


in meiner religiösen Heimat und Wurzel, dem Katholischen, fehlt es mir tatsächlich an Spiritualität. So das seltsame Gefühl, wenn ich in einer Messe sitze (und ich mag das Ritual sehr gerne) und merke: der da vorn, was tut der eigentlich? da referiert zum Beispiel so ein Bischof zum Thema "Freude", und das mit einer solchen Grabesstimme, dass ich fast eine Depression bekomme.

Oder, bei einer Beerdigung, spricht der Prediger über Leben nach dem Tod, und das auf eine Weise, dass man ihm ansieht: der hat den totalen Hosenschiss, der fürchtet sich vor dem Sterben - nu ja, er muss ja wohl bald auch, der ist bestimmt schon über achtzig.

Solche Leute sind möglicherweise geeignet, ein Ritual abzuhalten, quasi als Funktionäre, aber als spirituelle Führer kann ich sie nicht ernst nehmen. Die wissen ja noch weniger als ich.

Zitat:
Im Lauf der Kirchengeschichte hat sich immer wieder einmal gezeigt, dass Leute, die als Abweichler oder gar Häretiker bezeichnet wurden, später ganz entscheidend den Mainstream der Kirche mitgeprägt haben. Kann es sein, dass dies auch heute noch möglich ist?


auf alle Fälle. Ich würde mich sehr freuen, wenn die RKK eine Renaissance erleben würde - mit der Ordination von Frauen und der Aufhebung des Pflichtzölibats.

Zitat:
Wie müsste Kirche sein, dass sie glaubwürdig wird, dass man sich gern zu ihr bekennt.


Für mich müsste klarer sichtbar und fühlbar werden, dass die Würdenträger der Kirche (und die Würdenträgerinnen der Zukunft) eine klare persönliche Spiritualität haben, dass sie bodenständig sind, und auch, dass die Formeln, die sie sprechen, für sie auch Inhalt und Bedeutung haben. Was nicht dasselbe ist wie die Technik salbungsvollen Vortragens, was ja viele Katholen gut beherrschen.

Es muss echt sein.

grüsse, barbara


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 18:56 
Offline
Perlenschmuggler
Perlenschmuggler
Benutzeravatar

Registriert: 07 Jul 2009 17:44
Beiträge: 3114
Zitat:
Was denkt Ihr? Ist es wirklich die fehlende Spiritualität, die den Kirchen die Leute davonlaufen lässt? Sind es die sog. Äußerlichkeiten, wie Pflichtzölibat, keine Kommunion für geschiedene Wiederverheiratete, usw.?

...Wie müsste Kirche sein, dass sie glaubwürdig wird, dass man sich gern zu ihr bekennt. Dass Ausüben der Religion keine Übung ausschließlich im stillen Kämmerlein oder bei besonderen Gelegenheiten bleibt, sondern etwas, das man gern mit seinen Nächsten unternimmt?...

Ich denke, david hat Recht. Wie man an den protestantischen Kirchen in Deutschland sehen kann, laufen denen die Leute noch mehr weg als der RKK.

Man darf nicht vergessen, wie die Volkskirchen diese fast 100%ige Durchdringung der Bevölkerung erreicht haben: durch sozialen Druck. Man hatte Mitglied einer Kirche zu sein. Gottlosigkeit war nicht vorgesehen. Sebst Kant war noch der Ansicht, Gottlosigkeit und Unmoral gingen zusammen. Ein guter Bürger war einer, der regelmäßig in die Kirche ging. Gehorsam gegenüber den Kirchen und Gehorsam gegenüber dem Staat.

Der Druck von oben ist weg, und so langsam löst sich auch der Schwindel auf. :bgrin: Religion wird zu einer Sache einer Minderheit von Überzeugungstätern. Was übrig bleibt, ist die Diskussion um einen säkularen Lebenstil. Die Menschen haben schon den Eindruck, daß es wichtig ist, wie Menschen sich untereinander verhalten, und sie haben durchaus eine sehr genaue Vorstellung davon, wie das aussehen sollte. Eine Zivilethik entsteht, jenseits von religiösen Begründungen, orientiert an dem, was man ein "gutes Leben" nennen könnte, und das weit entfernt ist von bloßer Eigensucht oder Ellenbogenmentalität, wie Kirchenleute immer wieder verunglimpfend behaupten.

Insgesamt also etwas, was man nur begrüßen kann. Und ich frage mich, was Gläubige daran stören sollte. Ist eine Überzeugung weniger wert, nur weil sie nicht mehr riesige Kirchen füllt? Kirchenfürsten (was für ein Wort) müssen sich beunruhigt fühlen, denn ihre Zeit geht zu Ende, aber das ist den anderen Fürsten auch nicht anders gegangen. Was ist schlimm daran, wenn Religion zur Privatsache wird?

_________________
"Die gewöhnlichste Lüge ist die, mit der man sich selbst belügt; das Belügen anderer ist relativ der Ausnahmefall."
Friedrich Nietzsche


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 19:01 
Juana hat geschrieben:
Anscheinend versucht man wieder einmal mit unorthodoxen Mitteln, Kirche zu erhalten:

http://religion.orf.at/projekt03/news/0 ... ive_fr.htm

Das Thema habe ich aus mykath herüber geholt, weil ich finde, dass es die Gläubigen in diesem Forum möglicherweise stärker betrifft. Wenn ich nicht allzu viel falsch interpretiere, gibt es bei uns mehr Gläubige, die sich nicht sehr fest an eine bestimmte Kirche gebunden fühlen.

Meckys Antwort fand ich bemerkenswert:

http://www.mykath.de/index.php?s=&showt ... &p=1334575

Inwiefern bemerkenswert? Mecky kritisiert doch diese Laienbewegung.


mfg


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 19:03 
Offline
Perlenschmuggler
Perlenschmuggler
Benutzeravatar

Registriert: 07 Jul 2009 17:44
Beiträge: 3114
barbara hat geschrieben:
...Ich würde mich sehr freuen, wenn die RKK eine Renaissance erleben würde - mit der Ordination von Frauen und der Aufhebung des Pflichtzölibats.

Oh, die Renaissance haben wir in der RKK gehabt. Eine sehr farbenprächtige Zeit. Aber das meinst du wohl nicht? :laugh:
Hast du nicht auch den Eindruck, daß sich eine Kirchen von überzeugten Christen und eine Massenkirche gegenseitig ausschließen?

Überall, wo Religionen zu Massenveranstaltungen werden, sind sie mit Macht und Machtmißbrauch verbunden und der Unterdrückung von Andergläubigen. Beispiele kannst du in der islamischen Welt genauso bewundern, wie bei den wiedergeborenen Christen der USA (ja, ich weiß, da gibt es auch andere, aber die schreien nicht so laut).

Religion ist immer dann am Besten, wenn sie dient, nicht herrscht. So ist allen wohl am meisten gedient mit religiösen Minderheiten in einer Mehrheit von Menschen, denen das herzlich "Wurscht" ist. :bgrin:

_________________
"Die gewöhnlichste Lüge ist die, mit der man sich selbst belügt; das Belügen anderer ist relativ der Ausnahmefall."
Friedrich Nietzsche


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 19:09 
Offline
Moderator
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 17 Sep 2008 19:43
Beiträge: 2444
Für mich ist bemerkenswert, dass Mecky trotz seiner Liebe zur Kirche und zum Kirchenvolk letzterem nicht zutraut, dass sie etwas bewegen. Jedes Mal, wenn jemand es wagt, der offiziellen Kirche zu widersprechen, wird die Keule des "unwesentlichen Nebenschauplatzes" gezückt. Das erinnert mich an die Linken in meiner Jugend, die meinten, das Problem der Gleichberechtigung von Frauen wäre marginal, erst mal müssten die Arbeiter mehr Rechte bekommen, dann würde von allein alles gut.

Auch hier: Mecky vermisst die Spiritualität. Aber er vermisst sie, wenn Laien versuchen, ihre Kirche zu verändern. Wo war die Spiritualität, als BXVI einen Befreiungstheologen aus Lateinamerika zusammenfaltete? Als die Piusbrüder bedingungslos wieder an die Brust gedrückt wurden? Wo ist die Spiritualität, wenn man lieber seine Macht über zölibatäre Priester erhält, als dass man den Gemeinden mehr Seelsorger gibt?

_________________
"Ich will nicht, dass mich jemand wirklich kennt. Ich will, dass man meine Version glaubt." Denny Crane, Boston Legal


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 19:20 
Das habe ich jetzt verstanden!


mfg


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 19:27 
Online
Perlenschmuggler
Perlenschmuggler

Registriert: 27 Aug 2009 07:39
Beiträge: 1750
Wohnort: France
Hallo Marcellinus

ich glaube nicht, dass Überzeugung und Masse sich gegenseitig ausschliessen. jede Institution hat notwendigerweise Randbereiche der wenig Überzeugten, die vielleicht auch nur den Kaffe und den Klatsch schätzen, und die Aficionados, die für nichts Anderes mehr leben.

Eien Kirche soll ja nicht für die Perfekten da sein, sondern gerade für jene, die es eben nicht sind. Jesus sagte, er sei als Arzt für die Kranken gekommen, nicht für die Gesunden.


Zitat:
Für mich ist bemerkenswert, dass Mecky trotz seiner Liebe zur Kirche und zum Kirchenvolk letzterem nicht zutraut, dass sie etwas bewegen.


das scheint mir ein typisch deutsches Phänomen zu sein, von der dummen dumben Masse auszugehen, die nichts kann und die bloss keine Kompetenzen erhalten soll... ich spekulier hier mal wild, ohne zu wissen, welche Nationalität Mecky hat.

grüsse, barbara


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 19:40 
Offline
Perlenschmuggler
Perlenschmuggler
Benutzeravatar

Registriert: 07 Jul 2009 17:44
Beiträge: 3114
barbara hat geschrieben:
ich glaube nicht, dass Überzeugung und Masse sich gegenseitig ausschliessen. jede Institution hat notwendigerweise Randbereiche der wenig Überzeugten, die vielleicht auch nur den Kaffe und den Klatsch schätzen, und die Aficionados, die für nichts Anderes mehr leben.

Ja, dann war der Kaffee wohl nicht gut genug, denn die Leute haben sich entschieden: Lieber als in der Kirchen trinken sie ihn in den Cafébars, die überall aus dem Boden schießen. Da bekommt man nicht gepredigt, sondern genießt einfach nur. Da können Leute zusammensitzen unabhängig von Glaube, Herkunft, Alter. Sehr sympathisch. :bgrin:

_________________
"Die gewöhnlichste Lüge ist die, mit der man sich selbst belügt; das Belügen anderer ist relativ der Ausnahmefall."
Friedrich Nietzsche


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 19:49 
Online
Perlenschmuggler
Perlenschmuggler

Registriert: 27 Aug 2009 07:39
Beiträge: 1750
Wohnort: France
Wenn es soweit kommt, dass Leute für ihren Kaffee lieber bezahlen, anstatt ihn gratis bekommen zu können, muss wirklich was am Rundherum so unangenehm sein, dass es viele Leute wahnsinnig stört... :?

grüsse, barbara


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 20:12 
barbara hat geschrieben:
Wenn es soweit kommt, dass Leute für ihren Kaffee lieber bezahlen, anstatt ihn gratis bekommen zu können, muss wirklich was am Rundherum so unangenehm sein, dass es viele Leute wahnsinnig stört... :?

grüsse, barbara

Ich wills jetzt nicht ausrechnen, aber der Kaffee im Cafe könnte den Leuten billiger ;) kommen... :bgrin:


mfg


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 04 Okt 2009 20:14 
Offline
Perlenschmuggler
Perlenschmuggler
Benutzeravatar

Registriert: 07 Jul 2009 17:44
Beiträge: 3114
barbara hat geschrieben:
Wenn es soweit kommt, dass Leute für ihren Kaffee lieber bezahlen, anstatt ihn gratis bekommen zu können, muss wirklich was am Rundherum so unangenehm sein, dass es viele Leute wahnsinnig stört... :?

Lebenserfahrung, barbara. Wenn dir jemand etwas scheinbar gratis anbietet, kannst du sicher sein, daß du es viel zu teuer bezahlst. Gerade in der Kirche gibt es nichts umsonst.

_________________
"Die gewöhnlichste Lüge ist die, mit der man sich selbst belügt; das Belügen anderer ist relativ der Ausnahmefall."
Friedrich Nietzsche


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 05 Okt 2009 11:04 
Offline
Moderator
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 17 Sep 2008 19:43
Beiträge: 2444
Marcellinus hat geschrieben:
barbara hat geschrieben:
Wenn es soweit kommt, dass Leute für ihren Kaffee lieber bezahlen, anstatt ihn gratis bekommen zu können, muss wirklich was am Rundherum so unangenehm sein, dass es viele Leute wahnsinnig stört... :?

Lebenserfahrung, barbara. Wenn dir jemand etwas scheinbar gratis anbietet, kannst du sicher sein, daß du es viel zu teuer bezahlst. Gerade in der Kirche gibt es nichts umsonst.


Doch, manchmal versuchen Gläubige, eine Gemeinschaft zu bilden. Man ist da, man tauscht einen Gruß, ein Lächeln, man spricht miteinander. Das ist sehr wichtig. Dieser Dienst im Kleinen, in dem man sich gegenseitig beschenkt, und für den keine großartige Organisation notwendig ist.

Dasselbe gilt auch für die gelebte Spiritualität. Da ist es nicht notwendig, immer einen Priester dabei zu haben, so als ob Laien das nicht genauso gut hinkriegen würden. Ich habe auf dem Land Gottesdienste ohne Priester erlebt, die gerade durch ihre Bodenständigkeit sehr ansprechend waren. Und als eine Gemeinde einmal sehr lange auf den Beginn eines Festes in der Kirche warten musste, wurde spontan ein Rosenkranz angestimmt.

_________________
"Ich will nicht, dass mich jemand wirklich kennt. Ich will, dass man meine Version glaubt." Denny Crane, Boston Legal


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: "Loyaler Ungehorsam" - oder was?
BeitragVerfasst: 28 Feb 2010 20:27 
Offline
Perlenschmuggler
Perlenschmuggler
Benutzeravatar

Registriert: 15 Sep 2008 12:46
Beiträge: 500
Wohnort: Wien
Das ganze ist doch nur Beschäftigungstherapie für ein paar pensionierte Politiker sobals es zum ersten Konflikt mit Rom kommt dreht der Wiener Kardinal das ganze doch eh ab
im übrigen nimmt das ganze doch kaum jemand zur Kenntnis

_________________
SEMPER IDEM


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 15 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: barbara und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Impressum

Powered bye phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO