Anerkennst du denn wenigstens, dass unsere naturwissenschaftlichen Kenntnisse die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Menschen auferstehen oder Sterne sich in Wattebäuschen verwandeln, ganz erheblich reduziert?
nein du hast meinen standpunkt immer noch nicht verstanden, ich drücke mich wahrscheinlich sehr unklar aus. ich halte es nicht für unwahrscheinlich, ich schliesse es schlichtwegs aus. nur wenn einer das glauben will und sich dabei auf die transzendente ebene begibt, dann verlässt er mmn das gebiet der nw und darum interessieren mich diese aussagen vom nw standpunkt nicht mehr. es kratzt mich nicht länger. und das ist gut so. damit trenne ich religion und nw und daraus leite ich den anspruch ab, dass erstere in gesellschaftsfragen, ethik, gesetzgebung u.ä. nichts zu suchen hat, wenn sie sich auf aussagen von jemand beruft, der vor 2000 jahren angeblich auferstanden sein soll. in einer total aufgeklärten gesellschaft wäre es so, soweit sind wir leider noch nicht, immerhin sind wir soweit, dass kirchen ihre politischen vorstellungen rational begründen müssen (der verweis auf gottes wille genügt nicht mehr), darum springen sie auch so gerne auf den fahrenden zug der „menschenwürde“ auf.
als beispiel: ich begründe dass chinesen idr schwarze haare haben weil sich die genmutation in den melanozyten nicht durchsetzen konnte, im gegensatz zu kleineren populationen in europa, wo wegen weniger sonneneinstrahlung sich melanin-mangel und blonde haare auch nicht nachteilig auswirken. du kannst jetzt gegenhalten (a) das sei quatsch in wirklichkeit habe der liebe gott blonde gene designt – klar ein widerspruch den du nw begründen musst; oder aber auch (b) das sei so aber vor 2000 jahren habe es einen blonden chinesen gegeben, der als baby von transzendenten seejungfern gesäugt wurde. das ist kein widerspruch mehr, das ist deine phantasie und wenn dir genug leute glauben hast du deine religion.
Eine wissenschaftliche Theorie besagt umso mehr, je größer die Anzahl der singulären Sätze ist, die durch die Theorie logisch ausgeschlossen werden.
nix gegen den alten popper aber die anzahl singulärer sätze ist mmn unendlich, der dummheit sind bekanntlich keine grenzen gesetzt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass derselbe Mensch im "religiösen Sinne" leiblich auferstanden und im "naturwissenschaftlichen Sinne" in seinem Grab verschimmelt ist. Besser gesagt: Ich habe keine Ahnung, was das noch bedeuten soll.
naja, dass er irgendwie transzendent weiterlebt halt. rauch was dann ist die vorstellung nicht mehr so schwer.
bei religionen würd ich halt noch eine weitere definition dazufügen, denn für den transzendenten bereich darf sich jeder denken was er will. und dass zwischen transzendenz und wirklichkeit irgendwelche unnachweisbare interaktionen stattfinden die schonmal kurz ein naturgesetz aushebeln darf auch jeder glauben. ...
Und die Konsequenz aus dieser deiner Annahme?
gedanken- meinungs- und religions-freiheit.
Glauben darf man alles, aber wie soll man sich irgendwelche unachweisbaren Interaktionen vorstellen? Wenn die Transzendenz auf die Wirklichkeit einwirken kann, dann kann man das auch messen und somit zumindest nachweisen, dass da etwas einwirkt, ansonsten gäbe es keine Wirkung.
religiöse und abergläubische machen das idr umgekehrt. sie stellen einen vorfall in der realität fest (eine schwarze katze hat mich am freitag dem 13. um 13.13 angemiaut) und sehen darin eine botschaft aus dem jenseits. sollen sie doch tun dürfen, oder nicht?
