Ich kenne noch gut die Marienverehrung aus den 50/60 Jahren. Das war etwas extrem Hausbackenes. Die Marienbilder gingen uns (den jungen damals) auf den Geist, genauso wie die Marienmedallions, die die Mütter den Söhnen schenkten. Die Mädchen kriegten ein Kreuz umgehängt. Diese Art von Marienverehrung ist unwiderruflich vergangen. Wie wär's, wenn sich die Katholiken auf andere Idole besinnen würden, auf die Idole, die sie mit Maria verdrängt haben, die aber in jedem Menschen drin sind. Das Bild einer Frau, sinnenfroh, tatkräftig, den Kindern, den Menschen zugeneigt. Eine Liebesgöttin, eine Muttergöttin, eine Göttin der Fruchtbarkeit. Das hat mal in Bayern ein Bildhauer versucht, eine Madonnenstatue so darzustellen. Ich glaube nicht, dass diese Statue noch steht.
Ich habe vor kurzen eine Madonnenstatue, die Schürger Madonna, in Koblenz in der Straße "Unter'm Stern" fotografiert, liebevoll restauriert, da ist Maria als Weltherrscherin dargestellt, auf vergoldetem Thron, ihr Sohnemann zwar auch mit Zepter und Krone, aber durchaus im Hintergrund. Das ist auch der Auftritt der Maria, das Matriarchat, es waren nicht die Schlechtesten. Maria Theresia, Katharina die Große, Elisabeth I, Indira Gandhi...
So wurde Maria über Jahrhunderte hinweg angebetet und die Pfaffen und Theologen haben es immer versucht, das wegzuschwurbeln, sie haben es nicht geschafft, das Volk weiß es doch besser, wenn es eine Liebesgöttin, Muttergöttin, Herrschergöttin braucht und anbetet.
Und jetzt werd ich mal esoterisch: Dem Islam wird jetzt Al Lat ein Bein stellen. Al Lat wird Allah hier in Europa bezahlen lassen, was er ihr im Osten angetan hat.
Das dürfte der eigentliche Kampf um das Kopftuch und die Burka sein.
Gruß
Ullr