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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 14:54 
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ullr hat geschrieben:
Domingo hat geschrieben:
barbara hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Oder zeig mir mal eine Bibelstelle, wo sich Jesus barmherzig über jene äußert, die sich bewußt von ihm abwenden.


"Wenn jemand euch ablehnt, geht einfach woanders hin" klingt doch ziemlich bodenständig und pragmatisch-freundlich. Ich seh daran beim besten Willen nichts auszusetzen. :schulter:


Ist das die Stelle, wo er anschließend sagt: Sodom und Gomorrha werden am Jüngsten Tag ein milderes Schicksal haben als jene Stadt?

Ja...
Typisches Beispiel, dass Atheisten weiter Lesen.
Mt 10,14-15 Original Jesus in der Übersetzung von Jakob Schäfer, Imprimatur 23.Sep 1957:
Und wo man euch nicht aufnimmt und nicht auf eure Worte hört, da geht hinaus aus jenem Haus oder aus jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. Wahrlich,*) ich sage euch: dem Land Sodoma und Gomorrha wird es erträglicher gehen am Tage des Gerichtes als jener Stadt
Und
Mt 10,34-36
Glaubt nicht dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen! Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, die Tochter mit ihrer Mutter, die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und die Feinde des Menschen sind seine Hausgenossen
bis hierhin Gottesweisheit.
Ab jetzt Menschenweisheit, meine augenblickliche Signatur:
Friede am Herd deiner Hütte wiegt die Feindschaft der ganzen Welt auf - aus dem Senegal

Gruß
ullr

*) Gotteswahrheit

Was verstehst du denn jetzt unter Schwert? Nimmst du das wörtlich? Und wem gilt es? Gibt es da Parallelstellen, die vielleicht etwas klarer ausdrücken könnten, was gemeint ist? Wie ist das zum Beispiel mit:

Röm 8,35 Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?

Ist die von dir zitierte Stelle also Christen in der Bedrängnis erzählt? Haben die vielleicht von Nero tatsächlich das Schwert zu spüren bekommen? Oder ist das eher geistig gemeint:

Eph 6,17 das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes.

Hebr 4,12 Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens;


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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 15:42 
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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 16:12 
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overkott hat geschrieben:
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Domingo hat geschrieben:
barbara hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Oder zeig mir mal eine Bibelstelle, wo sich Jesus barmherzig über jene äußert, die sich bewußt von ihm abwenden.


"Wenn jemand euch ablehnt, geht einfach woanders hin" klingt doch ziemlich bodenständig und pragmatisch-freundlich. Ich seh daran beim besten Willen nichts auszusetzen. :schulter:


Ist das die Stelle, wo er anschließend sagt: Sodom und Gomorrha werden am Jüngsten Tag ein milderes Schicksal haben als jene Stadt?

Ja...
Typisches Beispiel, dass Atheisten weiter Lesen.
Mt 10,14-15 Original Jesus in der Übersetzung von Jakob Schäfer, Imprimatur 23.Sep 1957:
Und wo man euch nicht aufnimmt und nicht auf eure Worte hört, da geht hinaus aus jenem Haus oder aus jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. Wahrlich,*) ich sage euch: dem Land Sodoma und Gomorrha wird es erträglicher gehen am Tage des Gerichtes als jener Stadt
Und
Mt 10,34-36
Glaubt nicht dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen! Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, die Tochter mit ihrer Mutter, die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und die Feinde des Menschen sind seine Hausgenossen
bis hierhin Gottesweisheit.
Ab jetzt Menschenweisheit, meine augenblickliche Signatur:
Friede am Herd deiner Hütte wiegt die Feindschaft der ganzen Welt auf - aus dem Senegal

Gruß
ullr

*) Gotteswahrheit

Was verstehst du denn jetzt unter Schwert? Nimmst du das wörtlich? Und wem gilt es?

Ja. Den ideologischen Feinden. Und es wurde rund 2000 Jahre tatsächlich angewendet.
Zitat:
.... Haben die vielleicht von Nero tatsächlich das Schwert zu spüren bekommen? Oder ist das eher geistig gemeint:

Was haben damit die von Nero hingerichteten christlichen Brandstifter zu tun?
Die wurden dafür bestraft, dass sie den Weltuntergang ein wenig beschleunigen wollten, denn:
Zitat:
Verfolgt man euch aber in der einen Stadt, so flieht in eine andere, denn wahrlich*) ich sage euch, ihr werdet noch nicht fertig sein mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kütt. Mt 10,23
Schließlich waren die Städte Israels ja schon platt.
Zitat:
Der Bruder aber wird den Bruder in den Tod liefern und der Vater sein Kind, und Kinder werden gegen ihre Eltern auftreten und sie in den Tod bringen. Mt. 10,21

Noch ein kleines intimes Schmankerl vom Herrn Jesus. Da redet er ja beinahe wie der Herr Hubbard von der Scientology.
Ich lass mal das Lesezeichen in der Bibel, ich glaub, die Stellen brauch ich nochmal... :devil3:
Gruß
Ullr
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Und ich schwör's, ich werde alles tun, dass Lea auf dieser unserer Welt einen Heidenspass haben wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 16:16 
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Ich glaub, dass liegt an deiner geistigen Optik. Du siehst das zu zweidimensional.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 16:31 
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overkott hat geschrieben:
Ich glaub, dass liegt an deiner geistigen Optik. Du siehst das zu zweidimensional.

Zweidimensional bin ich nur, wenn ich mir den fünfdimensionalen Raum vorstellen will.
Gruß
Ullr

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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 17:03 
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Marcellinus hat geschrieben:
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Ja, Bibelstellen zitieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 17:21 
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ullr hat geschrieben:
Was haben damit die von Nero hingerichteten christlichen Brandstifter zu tun?
Die wurden dafür bestraft, dass sie den Weltuntergang ein wenig beschleunigen wollten, ...

Hallo ullr,
Das ist ein gutes Beispiel für eine Sichtweise, die sich nach dem persönlichen Glauben richtet. Denn die offizielle Sicht ist, daß Nero die Stadt in Brand gesteckt hat und es den Christen unterschoben hat.
Aber deine Interpretation passt zu deinem Vorurteil gegenüber den Christen seiner Zeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 17:53 
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Einsteinchen hat geschrieben:
Denn die offizielle Sicht ist, daß Nero die Stadt in Brand gesteckt hat

Das ist schon lange nicht mehr offizielle Sicht.

Der Brand war wohl ein simpler Unfall. Aber was soll man denn denken, wenn die christlichen Nachbarinos vor Freude über die Ekpyrosis auf der Straße tanzen, während gerade deine Habe und/oder Familie abfackelt? Da hatten die Leute eben einen gewissen Groll auf die Endzeitspinner, und eine Handvoll davon mußte ins Gras beißen. Das war nicht richtig, aber längst nicht die systematische Christenverfolgung, die man später daraus gemacht hat.

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"Wer dafür ist, die Demokratie endgültig abzuschaffen, hebt die Hand." (Moe Szyslak)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 18:04 
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Einsteinchen hat geschrieben:
ullr hat geschrieben:
Was haben damit die von Nero hingerichteten christlichen Brandstifter zu tun?
Die wurden dafür bestraft, dass sie den Weltuntergang ein wenig beschleunigen wollten, ...

Hallo ullr,
Das ist ein gutes Beispiel für eine Sichtweise, die sich nach dem persönlichen Glauben richtet. Denn die offizielle Sicht ist, daß Nero die Stadt in Brand gesteckt hat und es den Christen unterschoben hat.
Aber deine Interpretation passt zu deinem Vorurteil gegenüber den Christen seiner Zeit.

Daß Nero die Stadt hat anzünden lassen, ist höchst unwahrscheinlich, der Vorwand eines Palastbaues unglaubwürdig, da er das Bauland auch so hätte enteignen können. Tacitus ist sicher auch kein unvoreingenommener Zeuge. Seinen Ruf bestimmten im Wesentlichen seine patrizischen Gegner sowie später die Christen. Auf Fakten scheint das kaum zu beruhen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 18:21 
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Marcellinus hat geschrieben:
Daß Nero die Stadt hat anzünden lassen, ist höchst unwahrscheinlich, der Vorwand eines Palastbaues unglaubwürdig, da er das Bauland auch so hätte enteignen können. Tacitus ist sicher auch kein unvoreingenommener Zeuge. Seinen Ruf bestimmten im Wesentlichen seine patrizischen Gegner sowie später die Christen. Auf Fakten scheint das kaum zu beruhen.

Hä? Tacitus schreibt doch eindeutig, daß die vorgebliche Brandstifung nur Gerede sei.

"Aber weder durch menschliche Mühe noch durch die Spenden des Kaisers oder die Besänftigungen der Götter wich das böse Gerede, daß man glaubte, der
Brand sei befohlen worden. Um das Gerede auszulöschen, schob Nero also Schuldige vor und belegte sie mit den ausgesuchtesten Bestrafungen, wekcge aufgrund ihrer Schandtaten verhaßt waren und die das Volk "Chrestianer" nannte. Der Urheber dieses Namens, Chrestus (griechisch, üs. "der Schlaue, Raffinierte") war unter der Herrschaft des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden; für den Moment unterdrückt, brach dieser verderbliche Aberglaube wieder auf, und nicht nur in Judäa, dem Ursprung dieses Übels, sondern auch in der Stadt Rom selbst, wohin alles Häßliche und Schändliche von überall her zusammenströmt und gefeiert wird."
Annalen 15, 44

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BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 18:34 
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GermanHeretic hat geschrieben:
Der Urheber dieses Namens, Chrestus (griechisch, üs. "der Schlaue, Raffinierte")

"chrestos" kommt vom Verb "chresthai", was benutzen, verwenden bedeutet. Es bedeutet eher "der Tüchtige" oder "der Nützliche", "der Brauchbare". Ein plausibler Sklavenname.

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BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 18:54 
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Assarhaddon hat geschrieben:
Ein plausibler Sklavenname.


Ganz plausibel als Variante zu "christos", da damals das Eta schon als "i" ausgesprochen wurde. Die "Gesalbten"-Metaphorik hinter "christos" hat Tacitus wohl nicht verstanden und den Namen daher als "chrestos" aufgefasst.

Das Wort "chrestos" bezieht sich auf gute, ehrbare Bürger, daher ist er als Sklavenname mE äußerst unwahrscheinlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 22:24 
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Einsteinchen hat geschrieben:
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Was haben damit die von Nero hingerichteten christlichen Brandstifter zu tun?
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Das ist ein gutes Beispiel für eine Sichtweise, die sich nach dem persönlichen Glauben richtet. Denn die offizielle Sicht ist, daß Nero die Stadt in Brand gesteckt hat und es den Christen unterschoben hat.
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Einsteinchen, ich geb es zu, ich pflege meine Vorurteile, wie andere auch. Sonst hätte ich diese Episode hier und jetzt nicht erwähnt. Nur eines ist klar:
Zu der Zeit erwarteten die Christen sehnsüchtig die Wiederkunft Christi, der Brand Roms ist nach meinen Information Nero untergeschoben worden, Kreuzigung war in Rom die Strafe für Brandstifter. Wenn ich das verbinde, ist es selbstverständlich nicht fair, Du magst sogar sagen böswillig, aber nicht unplausibel.
Gruß
Ullr

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BeitragVerfasst: 20 Jan 2010 22:33 
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Assarhaddon hat geschrieben:
Marcellinus hat geschrieben:
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Natürlich sind die Fragen ernst gemeint.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wird Jesus als Theologe ernst genug genommen?
BeitragVerfasst: 21 Jan 2010 13:47 
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Registriert: 01 Nov 2009 19:05
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overkott hat geschrieben:
Wer Darstellungen zum Thema Sohn Gottes liest, hat den Eindruck, dass der Verehrte gar nicht erst gefragt wird. In der Bergpredigt sagt Jesus jedenfalls: Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Um den Gedanken vom Anfang noch mal aufzugreifen:

Sohn Gottes sein - Sohn Gottes werden

Wo in der lateinischen Bibel "filius" stand, wird heute statt mit "Sohn" häufig mit "Kind" übersetzt. Das gilt auch für den Anfang des Johannes-Evangeliums. Dort heißt es heute:

Joh 1,12 Allen aber, die ihn aufnahmen, / gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, / allen, die an seinen Namen glauben,/ Joh 1,13 die nicht aus dem Blut, / nicht aus dem Willen des Fleisches, / nicht aus dem Willen des Mannes, / sondern aus Gott geboren sind.

Wie man sich diese Wiedergeburt vorstellen kann, erklärt Jesus im Gespräch mit Nikodemus.

Joh 3,3 Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Joh 3,4 Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden. Joh 3,5 Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Joh 3,6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Joh 3,7 Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.

Wasser und Geist sind hier zu verstehen als Taufe und Theologie, caritas, Nächstenliebe. Genauso beginnt das Markus-Evangelium über den Sohn Gottes. Jesus ist der Erstgeborene der Kinder Gottes, den der Vater liebt, als wäre er "quasi" - so steht es in der lateinischen Bibel - sein einziger Sohn.


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